Vorsorge

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Für den Fall der Trennung vorsorgen!

Frauen sind in der Partnerschaft oftmals von ihrem Mann finanziell abhängig, weil sie aufgrund der Kinderbetreuung nur eingeschränkt berufstätig sind und daher wenig verdienen. Für den Fall einer Trennung sollten Frauen deshalb Vorsorge betreiben, Partnerabsprachen sind deshalb unbedingt zu empfehlen. Ganz besonders bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften.

Solche Absprachen regelst Du am besten in Form eines Ehevertrages/Partnerschaftsvertrages.

Drohende Altersarmut vermeiden!

Schon an die Rente denken, wenn man noch keine 30 Jahre ist? Ja!

Jeder Monat zählt!

Um im Alter sorgenfrei leben zu können, muss man früh vorsorgen. Das gilt heute mehr denn je.

Was heißt eigentlich Rentenlücke?

Diese Lücke entsteht, wenn die monatliche Rente nicht zum Leben reicht.

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Tipps zur Altersvorsorge

  1. Erkundige Dich, wie hoch die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind. Wie wirken sich Betreuungszeiten und Teilzeitarbeit aus?
  2. Berechnen wie viel Du jetzt zum täglichen Leben brauchst. Wie viel wird es im Rentenalter sein?
  3. Informiere dich, ob Anspruch auf Riester-Förderung besteht oder ob eine betriebliche Altersvorsorge möglich ist.
  4. Prüfe Deine Altersvorsorge regelmäßig. Vergewissere Dich jährlich, ob die zu erwartende Rente Deinen Ansprüchen genügt und passe den Vertrag gegebenenfalls an.

Wie hoch ist Deine Rente?

Wenn Du 45 Jahre gearbeitet hast und durchschnittlich verdient hast, bekommst Du eine Altersrente von 1.263 Euro. Davon sind noch Beiträge zur Renten- und Pflegeversicherung zu zahlen. Kindererziehungszeiten werden bis zu drei Jahren pro Kind angerechnet.

Arbeitest Du weniger als 45 Jahre, dann wird Deine Rente niedriger als 1.263 Euro sein – Beispiele findest Du hier. Frauen erreichen häufig nicht die volle Beitragszeit und haben deshalb Lücken wegen Betreuungszeiten für Kinder und/oder Angehörige oder durch Teilzeitarbeit.

Die Betreuungszeiten für Kinder und Angehörige werden zum Teil ausgeglichen.

Voraussetzungen für den Ausgleich von Betreuungszeit

„Obwohl die gesetzliche Rente die wichtigste Säule der Altersvorsorge bleibt, sollte jeder rechtzeitig prüfen, wie viel Geld er für seinen Ruhestand braucht, und zusätzlich privat vorsorgen oder eine betriebliche Altersvorsorge abschließen.“ So die Deutsche Rentenversicherung.

Was leistet die gesetzliche Rentenversicherung?

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt die Altersrenten. Sie kümmert sich darum, dass alle Rentner jeden Monat pünktlich ihre Renten bekommen.

In das große Sammelbecken der Rentenkasse fließen jeden Monat die Rentenbeiträge aller Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die Beiträge werden aber nicht zurückgelegt, sondern sofort an die derzeitigen Rentner ausgezahlt. Das nennt man Umlageverfahren.

Wie funktioniert das mit den Beiträgen?

Wer Arbeit hat, zahlt jeden Monat einen Beitrag in die Rentenversicherung ein. Wie hoch dieser Rentenbeitrag ist, hängt von Deinem Einkommen ab. Verdienst Du mehr, zahlst Du mehr in die Rentenkasse ein und bekommst dafür später eben eine höhere Rente. Verdienst Du weniger, ist es umgekehrt, und Du bekommst eine niedrigere Rente.

Derzeit beträgt der Rentenbeitrag 18,7 Prozent des Bruttolohns, also des Lohns vor dem Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Die eine Hälfte wird von Deinem Gehalt abgezogen, die andere Hälfte übernimmt Dein Arbeitgeber.

Jeder hat ein Versicherungskonto

Die Deutsche Rentenversicherung führt für jeden Versicherten ein Konto, in dem alle Daten gespeichert werden: Wann Du Beiträge gezahlt hast, ob Du Kindererziehungszeiten hattest, arbeitslos warst oder ob Du zum Beispiel einen freiwilligen Dienst geleistet hast.

Deinen Versicherungsverlauf kannst Du jederzeit bei der Deutschen Rentenversicherung anfordern.

Hiermit kann jeder seine Rente planen.

Bereits die Zahlen der Rentenversicherung zeigen, dass sie allein nicht ausreicht. Im schlimmsten Fall bist Du später auf Sozialleistungen angewiesen. Durch den demografischen Wandel und das sinkende Rentenniveau verschärft sich die Situation zusehends. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Du bereits jetzt an später denkst, um Deine Rentenlücke zu schließen und Dich möglichst frühzeitig mit einer privaten Altersvorsorge und durch Absprachen mit Deinem Partner abzusichern.

Staatliche Unterstützung bei der Rente

Die gesetzliche Rente allein stellt keine ausreichende Altersvorsorge mehr dar. Der Bund bietet weitere Unterstützung beim Vorsorgen, wie in Form der Riester-Rente oder der Rürup-Rente. Neben diesen beiden Varianten der Altersvorsorge gibt es noch eine Vielzahl weitere Möglichkeiten, sich finanziell für den Lebensabend abzusichern.

Es gilt: Wer schon in jungen Jahren Geld für den Ruhestand beiseitelegt, sammelt länger Erträge und erhält am Ende höhere Leistungen.

Doch auch im fortgeschrittenen Alter ist es noch möglich, eine kostengünstige und zugleich umfassende Vorsorge zu finden. Es gibt eine ganze Reihe von Strategien, ein finanzielles Polster für das Alter zu schaffen. Die beliebtesten Varianten sind neben der bereits erwähnten Riester- und Rürup-Rente die klassische Rentenversicherung, die betriebliche Altersvorsorge sowie die Kapitalanlage und das Eigenheim.

Wie ergänze ich die gesetzliche Rentenversicherung?

Fonds – ideal für Frauen

„Frauen legen großen Wert auf Sicherheit, Überschaubarkeit und die einfache Handhabung einer Geldanlage“, berichtet Helma Sick aus ihrer langjährigen Berufserfahrung. Viele Frauen wechseln zwischen sehr unterschiedlichen Lebensphasen wie „Berufstätigkeit, Elternzeit, Teilzeitbeschäftigung, Existenzgründung und womöglich einer Scheidung, hierbei brauchen sie flexible Produkte.“

Fonds

„Frauen bleiben flexibel: Monatlich oder jährlich einzahlen, die Raten aufstocken oder herunterfahren, Sondereinzahlungen leisten und jederzeit über das Geld verfügen. Es gibt für jede Lebenslage und jede Risikoneigung den passenden Fonds.“

Riester-Rente: Staatliche Zulagen für Familien

Die Riester-Rente wird vom Staat durch Zulagen und Steuervorteile unterstützt. Riester-Sparer erhalten jedes Jahr eine Grundzulage in Höhe von 154 Euro. Besonders Eltern können von dieser Unterstützung profitieren: Denn für jedes Kind erhalten sie zusätzlich eine sogenannte Kinderzulage von 185 Euro. Für Kinder, die nach 2007 geboren wurden, beträgt die Zulage sogar 300 Euro pro Jahr.

Helma Sick sagt: „Die Riester Rente ist sehr gut geeignet, weil sich der Beitrag den unterschiedlichen Erwerbszeiten anpasst. Sie ist deshalb gerade für junge Frauen eine wichtige Basisabsicherung. Staatliche Zulagen und – für Gutverdienerinnen die Steuerersparnis – machen daraus eine lukrative Geldanlage, insbesondere in Form eines Fondssparplans.“

Rürup-Rente: Altersvorsorge für Selbstständige und Gutverdiener

Die Rürup-Rente richtet sich vor allem an Selbstständige, Freiberufler und Angestellte mit sehr gutem Einkommen. Die Vorsorge wird durch Steuervorteile gefördert. Bis zu einem Maximalbetrag von 23.362 Euro für Alleinstehende beziehungsweise 46.724 Euro für Ehepaare können die Einzahlungen zu 82 Prozent als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden (Stand 2017).

Helma Sick sagt: „Wer ein hohes Einkommen hat und selbständig ist, sollte sich die Rürup Rente überlegen. Bei keiner anderen Geldanlage gibt es eine ähnlich hohe Steuerersparnis.“

Private Lebens- und Rentenversicherungen: Altersvorsorge in Zeiten der Niedrigzinsen

Lebensversicherungen und Rentenversicherungen ohne Förderung verlieren in Niedrigzinsphasen stark an Bedeutung.

In Niedrigzinsphasen erzielen fondsgebundene Anlagen die besseren Ergebnisse als klassische Lebensversicherungen. Fonds bieten keine garantierte Verzinsung, dafür höhere Renditechancen. Teilweise gibt es auch Lebensversicherungen mit neuen Garantiemodellen. Höhere Rendite bedeute geringere Sicherheit, höhere Sicherheit geringere Sicherheit. Hier muss jeder seinen richtigen Vorsorge-Mix finden.

Helma Sick rät:

„Die private Rentenversicherung gibt es in vielen Varianten. Deshalb ist professionelle Beratung wichtig.“

Vor einer persönlichen Beratung ist es wichtig, sich einen Überblick über die verschieden Anbieter zu verschaffen. Testergebnisse und Vergleichsportale helfen.

Betriebliche Altersversorgung mit Unterstützung vom Arbeitgeber

Jeder Arbeitnehmer hat in Deutschland ein Anrecht auf die betriebliche Altersversorgung. Viele größere Unternehmen unterstützen Arbeitnehmer dabei in Form von Zuschüssen. Gerade dann hat die betriebliche Altersversorgung gegenüber anderen Vorsorgeformen einen großen Vorteil.

Die Zahlungen für Betriebsrenten erfolgen für den Arbeitgeber steuer- und sozialversicherungsfrei aus dem Bruttoeinkommen. Diese Ersparnis kann der Arbeitgeber an die Mitarbeiter weitergeben. Hierdurch verbleibt in der Vorsorge mehr, ohne Mehrkosten für den Arbeitgeber!

Zu beachten ist aber: Betriebsrenten sind bei Auszahlung zu versteuern und es sind Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen.

Vorsorge über Umweg: Geldanlage und Immobilie

Selbstständige setzen häufig auf Geldanlagen, auf die sie bei finanziellen Engpässen zurückgreifen können. Beliebt ist auch der Kauf eines Eigenheims. Schließlich sparen sich Hausbesitzer Mietzahlungen und sie können die Immobilie im Alter bei Bedarf verkaufen oder vermieten, um ihre Rente aufzubessern.

Eine Patentlösung gibt es nicht.

Ein Berufsanfänger kann weniger Geld zurücklegen als jemand, der bereits seit mehreren Jahren im Berufsleben steht. Welche Altersvorsorge sich eignet, ist vom beruflichen Werdegang und der Familienplanung und den Möglichkeiten der staatlichen Förderung abhängig.

Wichtig ist: Sich rechtzeitig kümmern!

Teilzeitarbeit und Rente: Wie lässt sich Familie und Altersvorsorge kombinieren?

Viele Frauen entscheiden sich, nach der Geburt ihres Kindes für eine gewisse Zeit Zuhause zu bleiben und dann nach einigen Jahren in Teilzeit zu arbeiten. Für die spätere gesetzliche Rente ist das verheerend!

15 Jahre Minijob ergeben eine spätere Rente von 70 Euro.

Absprache mit dem Partner: Das A und O

Helma Sick rät Verheirateten, die sich für Teilzeitarbeit entscheiden, dass sie aus dem Familieneinkommen einen Ausgleich für entgangene Rentenansprüche erhalten. „Anderenfalls sind sie automatisch im Nachteil. Denn der Mann bleibt ja im Beruf, zahlt in die gesetzliche Rentenversicherung ein, eventuell auch noch in eine Betriebsrente.“

Ein Ehevertrag zu Beginn der Ehe kann festhalten, wie die Betreuungszeiten für Kinder aufgeteilt werden sollen.

Alleinstehenden Frauen, die vorübergehend in Teilzeit oder Minijob beschäftigt sind, bleibt nichts anderes übrig als „die versäumten Rentenansprüche in einer späteren Vollzeitbeschäftigung nachzuholen“, erklärt die Expertin.

Finanzielle Nachteile der Teilzeitbeschäftigung vermeiden

Wie hoch der Rentenanspruch ist, der Dir durch eine Teilzeitstelle entgeht, kannst Du mit Hilfe der Deutschen Rentenversicherung herausfinden. Diese rechnet den entsprechenden Betrag aus. So weißt Du, wie hoch Deine private Altersvorsorge mindestens sein sollte.